Rost-Regel Nr. 1: Nicht zu heiß

Oft wird behauptet, man brauche seinen Grill nur “auszubrennen” und danach ist das gute Stück wieder wie neu! So kommt es, dass bereits 2 Stunden vor Grillbeginn die Gasflasche angeschlossen wird, alle Regler voll aufgedreht werden und um den Grill auch ja sauber – und somit bereit für die nächste Grillaktion – zu bekommen wir das Gerät erstmal voll an die Leistungsgrenze gefahren, bis der Kunststoff-Seitentisch die Form verändert… Gleich danach werden bei eingeschalteter Sear Station die Steaks zubereitet und nach einigen Wochen wundern wir uns, warum der Rost rostet – na? Erwischt?

Regel Nummer 1: Der Rost sollte nie trocken sein!

Das gilt natürlich hauptsächlich für gusseiserne Grillroste – aber auch jenen aus Edelstahl und den Verchromten schadet es nicht, wenn Sie eingeölt sind. Öl vergrößert die Auflagefläche des Fleisches und ermöglicht so eine schönere und gleichmäßigere Bräune. Außerdem haftet das Fleisch dann nicht so stark am Rost.

Tipp: Das Fleisch einölen

Ist der Grill erst einmal heiß, so kann es schwierig sein, mit einem Pinsel noch schnell den Rost einzuölen – ich empfehle also, schon vor dem Anheizen den Rost mit einem geölten Baumwolltuch (Zewa fusselt so) einzustreichen und den Rost danach nicht mehr zu stark zu erhitzen! Sonst verbrennt das Öl wieder und ihr könnt von vorne beginnen…

Viele Roste werden nie richtig eingebrannt

Bei einigen Herstellern ist auf neuen Grillrosten eine dünne Schicht aus Emaille aufgebracht – so geht alles erst einmal leicht von der Hand. Ist diese dann abgenutzt, gilt der Rost als “kaputt” und wird erneuert. Wenn man aber zu Beginn einige Punkte beachtet wird der Rost richtig konserviert und leistet über viele Jahre treue Dienste…

Zum Thema: Richtig Einbrennen

Grillrost allerlei

In den letzten Jahren ist das Angebot rund um das Thema Grillen und BBQ schier endlos geworden. Ebenso schaut es bei Grillrosten aus – hatte man vor einiger Zeit bestenfalls die Auswahl zwischen einem billigen verchromten Rost und der hochwertigen Variante aus aus Edelstahl, so gibt es Sie heute zusätzlich noch mit den verschiedensten Unterteilungen und umfangreichem Zubehör, ohne das – wenn man den Herstellern glauben mag – Grillen praktisch nicht mehr möglich ist.

Grundsätzlich kann ich aber nach einigen Jahren Erfahrung mit den Kollegen aus Edelstahl, Gusseisen und Chrom eines mit Sicherheit sagen:

Ein gut gepflegter Grillrost hält ewig und ermöglicht die besten Ergebnisse

So wundert es nicht, dass Jahr für Jahr tausende schlecht behandelter Roste auf dem Müll oder im Alteisen landen und den Herstellern wieder und wieder neue Umsätze bescheren – zu unrecht!

Was bei Pfannen aller Art schon seit Jahren gelebt wird, ist bei den Grill und BBQ Freunden oft noch nicht angekommen – aber damit ist jetzt Schluss. An die Roste!